Dringender Spendenaufruf für Gaza

Die humanitäre Lage wird immer dramatischer

Der Krieg im Gazastreifen dauert bereits über drei Monate an, die humanitäre Lage wird immer verzweifelter: die Menschen hungern und die medizinische Versorgung kollabiert. HEKS leistet seit Beginn des Krieges gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen Nothilfe für die Zivilbevölkerung. Rasche Hilfe ist für die Betroffenen existenziell. Sie kann aber trotz der grossen Not aktuell nicht ausreichend finanziert werden. HEKS ist deshalb dringend auf weitere Spenden angewiesen.
 

Die Kämpfe und Bombardierungen im Gazastreifen dauern bereits über drei Monate an, die Lage der Zivilbevölkerung wird immer katastrophaler. Der Grossteil der Bevölkerung musste fliehen, knapp 400'000 Menschen haben bereits jetzt kaum noch Zugang zu Nahrung und sind vom Hungertod bedroht. Auch die medizinische Versorgung steht vor dem Kollaps. Über die Hälfte der Spitäler mussten schliessen. Verletzte und chronisch kranke Patient:innen können seit Monaten nicht mehr angemessen behandelt werden. Ohne substanzielle und dauerhafte Hilfslieferungen droht eine humanitäre Katastrophe unvorstellbaren Ausmasses.

Ein palästinensischer Mann bereitet vor seinem Zelt in einem Vertriebenenlager in Rafah im südlichen Gazastreifen, wo die meisten Zivilisten Zuflucht gefunden haben, Essen für seine Familie zu.
© Mahmud Hams / Keystone

In den vergangenen Monaten haben unsere Partnerorganisationen die vertriebenen Menschen mit Wassertanks und traditionellen Lehmöfen unterstützt und in Notunterkünften Kinderbereiche mit psychosozialer Betreuung und Freizeitangeboten eingerichtet. Familien in besonders prekären Situationen erhalten Bargeld, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen, das in Gaza noch lokal verfügbar ist. Unsere langjährige Partnerorganisation CIVITAS hat sich Anfang Dezember neu an der Grenze zu Ägypten in Rafah eingerichtet. Dorthin flieht derzeit ein Grossteil der Menschen, die durch die anhaltenden Kämpfe aus Khan Younis vertrieben werden. Seit Dezember versorgt CIVITAS in Zusammenarbeit mit einer internationalen Organisation Geflüchtete in der Region mit warmen Mahlzeiten. 
 

«Über 1,8 Millionen Menschen sind bereits mehrfach vertrieben worden, auf der Suche nach Sicherheit und Schutz aber es gibt keinen sicheren Ort mehr in Gaza! Auch ich musste mit meiner Familie bereits mehrfach flüchten und auch ich verbringe die meiste Zeit des Tages mit der Suche nach Nahrungsmitteln und Wasser unter sehr unsicheren Bedingungen. Dennoch können wir über unsere Partnerorganisationen hier diejenigen unterstützen, die es noch schwerer haben, etwa Menschen, die unter extremen Bedingungen in Zelten leben müssen.»

Amal Shanty, ehemalige HEKS-Projektkoordinatorin im Gazastreifen.

Amal Shanty

Immer mehr Vertriebene kommen in Rafah an und die Versorgungslage ist desolat, Hilfslieferungen gelangen noch immer in viel zu geringem Umfang in den Gazastreifen. CIVITAS weitet deshalb die Nothilfe so weit wie möglich aus, um die Grundbedürfnisse möglichst vieler Menschen nach Unterkunft, Nahrung, medizinischer Versorgung und Hygiene zu decken. Um die prekären hygienischen Bedingungen zu verbessern, ist der Bau von dringend benötigten einfachen Latrinen geplant. In Zusammenarbeit mit anderen Partnerorganisationen unterstützt HEKS lokale Landwirt:innen, damit die Nahrungsmittelproduktion nicht zusammenbricht, bietet psychosoziale Unterstützung für Kinder und Frauen an und plant den Bau weiterer Notunterkünfte. 

 

Latrinen Gaza
CIVITAS

Die Menschen in Palästina/Israel brauchen Ihre Unterstützung!

Rasche Hilfe ist für die Zivilbevölkerung existenziell. Sie kann aber trotz der grossen Not aktuell nicht ausreichend finanziert werden. Wir sind daher dringend auf Spenden angewiesen. Neben der Nothilfe im Gazastreifen unterstützt HEKS auch Gemeinschaften in Israel und im Westjordanland, die von der jüngsten Gewalteskalation besonders betroffen sind. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

HEKS fordert sofortigen Waffenstillstand und Einhaltung des humanitären Völkerrechts

Angesichts der beispiellosen humanitären Katastrophe im Gazastreifen und Berichten über eine Hungersnot sind ein sofortiger Waffenstillstand und ein sicherer Zugang für humanitäre Hilfe zum bedingungslosen Schutz der Zivilbevölkerung dringend notwendig. HEKS/EPER fordert den Bundesrat auf, sich im Rahmen der internationalen Gremien, insbesondere des UNO-Sicherheitsrates, dafür einzusetzen. Weitere zivile Opfer in Israel, Gaza und den besetzten Gebieten müssen verhindert und der Zugang zu lebensrettender Hilfe für alle Bedürftigen gewährleistet werden. Auch alle zivilen Geiseln müssen sofort und bedingungslos freigelassen werden. 
 

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