HEKS in der Schweiz
Sabine Buri
Angebote

Brücken bauen durch Verständigung

Dolmetschdienste

«HEKS Linguadukt» vermittelt interkulturelle Dolmetscherinnen und Dolmetscher in über 50 Sprachen, um die Kommunikation zwischen Fachpersonen und ­ihren fremdsprachigen GesprächspartnerInnen sicherzustellen. Das HEKS-Programm «MEL» bietet zudem Ausbildungen für interkulturelles Dolmetschen und Vermitteln an, sowie ein Fort- und Weiterbildungsprogramm für ausgebildete Dolmetschende und für Fachpersonen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales.

Vermittlung von Dolmetschenden

Wie sollen PatientInnen beim Arzt ihre Probleme schildern, wenn sie und er keine gemeinsame Sprache sprechen? Wie sollen Eltern mit der Lehrperson ihres Kindes sprechen, wenn sie sich in Deutsch zu wenig differenziert ausdrücken können? Verstehen und verstanden werden im Spital, in einer Beratungsstelle oder in der Schule beim Elterngespräch sind zentrale Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit. Interkulturelle Dolmetschende vermitteln nicht nur sprachlich, sondern berücksichtigen in den Gesprächen auch soziale und kulturelle Unterschiede. So lassen sich Missverständnisse rechtzeitig klären und die Verständigung wird verbessert. In den Kantonen Aargau, Solothurn, Baselland und Basel-Stadt bietet HEKS qualifizierte mündliche Übersetzungen in über 50 Sprachen an. Die DolmetscherInnen übersetzen exakt und kompetent in die Herkunfts- und Zielsprache, erkennen und verstehen die sozialen und kulturellen Unterschiede sowie die dabei entstehenden kommunikativen Probleme. Sie dolmetschen Aussagen wertfrei und neutral.

Ausbildung von Dolmetschenden

Das HEKS-Projekt «MEL» bildet Migrantinnen und Migranten, die mit zwei Kulturen – jener in ihrem Herkunftsland und jener der Schweiz – vertraut sind, zu interkulturellen DolmetscherInnen und VermittlerInnen aus. Interkulturelle Dolmetscherinnen und Dolmetscher ermöglichen es zum Beispiel Ärztinnen und Ärzten, korrekte Diagnosen zu stellen, sie unterstützen die Verständigung zwischen Lehrpersonen und fremdsprachigen Eltern oder ermöglichen es Beratenden, auch komplexe Informationen klar zu kommunizieren. Interkulturelle VermittlerInnen sind nach der Ausbildung in der Lage, für ihre Landsleute etwa Workshops in der Gesundheitsförderung oder Elternbildung durchzuführen, sie leiten Elterngruppen in Quartierzentren oder sie entwickeln eigene Bildungsangebote und Projekte.

MEL – Aus- und Weiterbildungen für interkulturelles Dolmetschen und Vermitteln
Projekt Basel-Stadt und Basellandschaft
MEL – Ausbildungen für interkulturelles Dolmetschen

Das HEKS-Programm «MEL» bietet Ausbildungen für interkulturelles Dolmetschen und Vermitteln (ikDV) an sowie ein Fort- und Weiterbildungsprogramm für ausgebildete ikDV und für Fachpersonen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales.