Nothilfe in den Nachbarländern

HEKS ist über seine Partnerorganisationen in Rumänien, Ungarn, Tschechien und in der Republik Moldau präsent, um den Geflüchteten beizustehen. 

Rumänien

Derzeit halten sich rund 100’000 ukrainische Geflüchtete im Land auf. Die Zahlen steigen stetig an, was auf die gezielte Zerstörung der Energieinfrastruktur in der Ukraine und den Wintereinbruch zurückzuführen ist. Über 80 Prozent der Geflüchteten sind Mütter mit Kindern, die über kein Einkommen verfügen. Viele von ihnen sind auf Arbeitssuche und ihre Kinder haben im September das neue Schuljahr begonnen.
 

In Rumänien arbeitet HEKS mit «Diakonia», der «Open Fields Foundation» und einem Netzwerk sozialer Organisationen (FONNS) zusammen. Die HEKS-Partner verteilen Nahrungsmittel, haben eine Bargeldhilfe aufgebaut und unterstützen auch die längerfristige Unterbringung und Integration der geflüchteten Menschen. Sie bieten etwa Sprachkurse, psycho-soziale Unterstützung, medizinische Beratung und Hilfe beim Finden einer Arbeitsstelle oder bei der Integration der Kinder ins Schulsystem an.

Insgesamt hat HEKS mit seinen Partnern in den vergangenen Monaten rund 172 Tonnen Nahrungsmittel an die Grenzübergänge und in die Flüchtlingslager entlang der Grenze geliefert. Derzeit liegt der Fokus auf der Beschaffung und Verteilung von Winterausrüstung wie Decken und warmen Kleidern wie auch von Hygieneartikeln. 

Geflüchtete aus der Ukraine - helfen Sie jetzt
Fotoreportage aus Rumänien
In Sicherheit vor den Bomben… aber voller Zukunftsangst

Ungarn

Ungarn kämpft mit einer Wohnungs- und Wirtschaftskrise und die Einstellung gegenüber den Geflüchteten droht mit den stets steigenden Preisen immer mehr ins Negative zu kippen. In Ungarn unterstützt der «Flüchtlingsdienst der Ungarisch Reformierten Kirche» lokale Kirchgemeinden an den Grenzen, die Geflüchtete aufgenommen haben. HEKS unterstützt den Flüchtlingsdienst mit einem Bargeldprojekt: Die Geflüchteten erhalten Bargeld, das sie für den Kauf von Nahrungsmitteln, Hygieneprodukten, Medikamenten oder Winterausrüstung einsetzen können.

Der Flüchtlingsdienst ist bemüht, längerfristige Unterbringungsmöglichkeiten für die Geflüchteten zu finden und eine Integrationshilfe aufzubauen und stellte professionelles Personal ein, das den Geflüchteten psychosoziale Unterstützung in ukrainischer, russischer und ungarischer Sprache bietet, sowie Sprachunterricht. Zudem werden weiterhin Gemeinschaftsprogramme mit regelmässigen Veranstaltungen und Kunsttherapiesitzungen für Flüchtlingskinder organisiert (mehr erfahren).

Ukraine-Nothilfe in den Nachbarländern, an der ungar. Grenze
HEKS

Tschechien

Tschechien hat bisher 390’000 Flüchtlinge aufgenommen und ist damit das dritthäufigste EU-Zielland von Ukrainer:innen. Auch in Tschechien führen die steigenden Preise und die anhaltende Flüchtlingskrise zu Verunsicherung in der Bevölkerung. 

In Tschechien unterstützt HEKS die «Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder» (EKBB) dabei, die Aktivitäten zur Unterstützung und Unterbringung von Geflüchteten zu koordinieren. 130 Gemeinden im ganzen Land haben Geflüchtete privat oder in den Kirchgemeindehäusern aufgenommen und kümmern sich mit Unterstützung der EKBB-Fachstellen um deren Betreuung und Verpflegung. Zudem begleitet die Kirche der Böhmischen Brüder die Geflüchteten bei ihrer Integration, etwa mit Dolmetscherdiensten, Sprachkursen, der Vermittlung von Arbeitsplätzen für Erwachsene sowie der Unterstützung der Schulintegration von Kindern. Ein weiterer Fokus liegt auf der sozialen Integration der Geflüchteten, beispielsweise durch gemeinsame Aktivitäten von Einheimischen und Geflüchteten zur Förderung von persönlichen Beziehungen (mehr erfahren).

Ukraine-Nothilfe: Nothilfe an der Grenze Tschechien
EKBB

Republik Moldau 

Die Republik Moldau ist stark von der weltweiten Energiekrise und dem Anstieg der Lebensmittelpreise betroffen und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine verschärfen die Lage zusätzlich. Derzeit halten sich rund 85’000 ukrainische Geflüchtete in der Republik Moldau auf. Den Geflüchteten fehlt es an allem: Viele haben den ganzen Sommer gearbeitet, um sich die Reise leisten zu können und haben ihr letztes Geld ausgegeben, um die Republik Moldau zu erreichen. Zu den Grundbedürfnissen gehören Lebensmittel, Kleidung und Schuhe, Medikamente und Heizungsunterstützung. 

Seit September ist HEKS mit einer lokalen Delegation vertreten. 1'230 Menschen werden mit Bargeld unterstützt. HEKS-Partner verteilen zudem Gutscheine für Kleidung und Winterschuhe, Überwinterungspakete mit Decken, Bettlaken, dicken Socken und Thermoskannen sowie Heizmaterial (Holz-Pellets) an besonders vulnerable Personen und Haushalte in abgelegenen Dörfern und Kleinstädten. Insgesamt wurden 260 Haushalte mit je 0,5 Tonnen Holz-Pellets versorgt; diese Menge reicht aus, um ein Haus drei Monate lang zu heizen (mehr erfahren). Weiter sind Projekte mit Fokus auf rechtliche Unterstützung, Zugang zu Bildung und psychosoziale Unterstützung in Vorbereitung.

 

Letzte Aktualisierung: 14.12.2022

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