Kolumbien, sieben Gemeinden in der Region Magdalena Medio

Frauen für Frieden, Menschenrechte und bessere Lebensgrundlagen

Die Region Magdalena Medio litt über Jahrzehnte unter dem grausamen, bewaffneten Konflikt zwischen Guerilla, Paramilitärs, Armee und Drogenmafia. Zwar wurde 2017 ein Friedensabkommen geschlossen, die mangelnde Umsetzung des Abkommens durch die Regierung und die Demilitarisierung der «FARC»-Rebellen haben aber zu einem Machtvakuum geführt, welches durch das organisierte Verbrechen, Drogenkartelle und Splittergruppen von Paramilitärs und Rebellen gefüllt wird. Die Gewaltspirale beginnt sich erneut zu drehen. HEKS unterstützt Frauen und Jugendliche dabei, sich aktiv in den Friedensprozess und die Entwicklung ihrer Region einzubringen und ihre Fähigkeiten zur Konfliktmediation zu verbessern. Zusätzlich kamen wegen der wirtschaftlichen und politischen Krise rund 1.8 Mio Migrantinnen und Migranten aus Venezuela über die Grenze. Viele blieben in der Projektregion hängen. Zur Unterstützung der venezolanischen MigrantInnen hat HEKS im Rahmen des Projekts ein Sonderprogramm ausgearbeitet.

Begünstigte:

Direkt vom Projekt begünstigt sind 1200 Personen, meist intern Vertriebene aus den Armenvierteln der Stadt Barrancabermeja und aus ländlichen Gemeinden dieser Region. Es sind Personen, die wegen des bewaffneten Konflikts in Armut leben (Landverlust, Bedrohungen, sexuelle Gewalt, Entführungen, Zwangsrekrutierungen, Gewalt an Familienmitgliedern etc.). Indirekt begünstigt sind 8000 bis 10’000 Personen. Eine weitere Zielgruppe sind Migrantinnen und Migranten aus Venezuela.

Ziele:

Das Projekt leistet einen substanziellen Beitrag zur Friedensförderung in der Konfliktregion Magdalena Medio im Norden von Kolumbien. Zentral sind dabei Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit für die betroffene Bevölkerung und Initiativen zur Stärkung der Beteiligung der Frauen und Jugendlichen am Friedensprozess sowie die Verbesserung der Lebensgrundlagen. Zusätzlich werden  sowohl MigrantInnen aus Venezuela als auch die betroffene lokale Bevölkerung unterstützt.

 

Aktivitäten:

Um das Sicherheitsrisiko für Frauen und Jugendliche zu reduzieren, wird im Distrikt Barrancabermeja auf politischer Ebene ein «Rat für die öffentliche Sicherheit für Frauen» eingeführt. Dieser erarbeitet Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheit von Frauen und Jugendlichen und bringt diese bei den verantwortlichen Behörden vor. Ebenso sollen öffentliche Institutionen und Jugendliche für spezifische Risiken wie sexuelle Gewalt und der Umgang mit Konfliktsituationen sensibilisiert werden. Frauen wiederum sollen durch Schulungen und Begleitung ermutigt werden, an politischen Prozessen teilzunehmen. Mittels ausgebauten Kreditprogrammen werden die Frauen zudem darin unterstützt, ihre sozioökonomische Situation zu verbessern. Für MigrantInnen aus Venezuela und intern Vertriebene sieht das Projekt des Weiteren Nothilfe vor. Es werden Nahrungsmittel- und Hygienepakete verteilt und die Betroffenen in Rechtsfragen unterstützt.

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Project Details
Projektverantwortung
Leo Meyer
Projektnummer
842.378

Project duration

2019
2022
Gesamtbudget
CHF 518 705
Partnerorganisationen
Organización Femenina Popular (OFP)
Finanzierungspartner

Brot für alle

Kontakt

+41 44 360 88 10
projektdienst@heks.ch

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