Michael Kaminer
HEKS-Filmabend

«Zwei Träume – eine israelisch-palästinensische Dorfgeschichte»

HEKS-Filmabend

Filmabend mit Gästen aus Israel und Palästina

Seit den brutalen Angriffen der Hamas auf Israel tobt im Gazastreifen ein blutiger Krieg, der schon unzählige zivile Todesopfer gefordert und eine humanitäre Katastrophe ausgelöst hat. Der Frieden schien noch nie so weit entfernt, die Fronten noch nie so verhärtet wie jetzt.

Angesichts der traurigen Aktualität zeigt HEKS im April den 2022 erschienen HEKS-Film «Zwei Träume: eine israelisch-palästinensische Dorfgeschichte» an vier Kinoveranstaltungen in der Deutsch- und Westschweiz. An den Filmabenden werden der im Film proträtierte israelische Regisseur Michael Kaminer und Hakam Awad, HEKS-Landesdirektor in Israel und Palästina, anwesend sein. Es erwarten Sie ein Film und eine anschliessende Gesprächsrunde, die Hoffnung machen können: Hoffnung darauf, dass es sie noch immer gibt, die leisen Töne zwischen den Fronten.

Der israelische Filmemacher Michael Kaminer ist überzeugt: Eine Versöhnung zwischen Israelis und Palästinenser:innen ist nur möglich, wenn beide Seiten dazu bereit sind, sich mit dem erlebten Leid und mit den Träumen der jeweils anderen Seite auseinanderzusetzen. In diesem Sinne dokumentierte er im Film «Sar’a» die Geschichte seines Kibbuz Tzora, der 1948 auf den Trümmern eines arabischen Dorfs errichtet worden war. Mit seinem Film will Kaminer in Israel Diskussionen anstossen und die Menschen zum Nachdenken anregen. Das HEKS-Büro in Jerusalem unterstützte sein Engagement und ein 2022 erschienener HEKS-Film porträtiert Michael Kaminer und seine Arbeit.


Seit der erneuten Gewalteskalation ist Michael Kaminers Arbeit in Israel noch schwieriger geworden. Kann man inmitten des eigenen Leids empfänglich bleiben für das Leid und die Sicht der Gegenseite? Und wie kann man inmitten eines Krieges das Engagement für Frieden und Verständigung weiterführen?

Daten und Orte (Ausgebucht)

Basel: 23. April, Stadtkino Basel, Klostergasse 5, um 17:30 Uhr (ausgebucht)

Zürich: 24. April, Kino Arthouse Le Paris, Stadelhoferplatz, um 17:30 Uhr (ausgebucht)

Lausanne: 29. April, Le Cityclub Pully, Av. de Lavaux 36, um 17.00 Uhr (ausgebucht)

Bern: 30. April, Kino REX, Schwanengasse 9, um 18.00 Uhr (ausgebucht)

 

Dauer: Film (54 Minuten) mit anschliessender Gesprächsrunde mit Michael Kaminer und Hakam Awad. Die Veranstaltung dauert ca. 2 Stunden und ist kostenfrei.

Über den Film

ZWEI TRÄUME - EINE ISRAELISCH-PALÄSTINENSISCHE DORFGESCHICHTE

HEKS / Palästina, Israel, Schweiz 2022 / 54 min

Warum soll es nicht möglich sein, in einem Schlafzimmer zwei Träume zu haben? Für den israelischen Filmemacher Michael Kaminer ist diese Frage, die sich Mahmoud Darwish einst stellte, zum Lebensmotto geworden. Kaminer lebt in einem Kibbuz, der 1948 auf den Trümmern eines palästinensischen Dorfes errichtet wurde. Er begab sich auf eine Spurensuche nach der verschwiegenen Geschichte seines Heimatortes, konfrontierte die Mitglieder seiner Kibbuz-Gemeinschaft mit bisher nie gestellten Fragen über die Vergangenheit und suchte in palästinensischen Flüchtlingscamps nach den Menschen und ihren Nachfahren, die einst dort zu Hause waren, wo heute sein Kibbuz steht. Seine Gespräche und Erfahrungen verarbeitete er in einem Film, den er in Israel an so vielen Orten wie möglich zeigt. Denn er ist überzeugt: Eine Versöhnung wird nur möglich sein, wenn Israelis wie auch Palästinenser:innen dazu bereit sind, sich mit dem erlebten Leid und auch den Träumen der jeweils anderen Seite auseinanderzusetzen.

Regisseurin Barbara Miller porträtiert auf berührende Weise Michael Kaminer, sein Engagement für Verständigung und auch die Prozesse, die er damit auslöst, auf israelischer wie palästinensischer Seite.

Bei Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung: per E-Mail: events@heks.ch oder telefonisch unter 044 360 88 15.