heks

Dank eigenem Saatgut eine gute Ernte

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  • Stabile Lebensgrundlagen für Bauern- und Viehzüchterfamilien

  • Landesprogramm Niger

  • Die Menschen im westafrikanischen Sahelland Niger sind immer wieder mit Dürreperioden und Hungerkrisen konfrontiert. 44 Prozent der Bevölkerung muss mit weniger als 1.25 Dollar pro Tag auskommen, Mangelernährung ist vor allem bei unter fünfjährigen Kindern ein grosses Problem. Im Human Development-Index der UNO liegt Niger gemeinsam mit der Demokratischen Republik Kongo auf letzten Rang. HEKS ist seit der grossen Dürre der siebziger Jahre in Niger tätig und finanziert Entwicklungsprojekte, die langfristig bessere Lebensbedingungen für die Begünstigten schaffen und sie dabei unterstützen, besser gegen zukünftige Dürren gewappnet zu sein. Während den immer wiederkehrenden akuten Hungerkrisen leisten HEKS und seine Partner Humanitäre Hilfe.

    Ziele, Schwerpunkte, Aktivitäten:

    Das HEKS-Landesprogramm Niger (2013-2017) konzentriert sich geografisch auf die Regionen Tahoua und Maradi. Ziel ist es, die ländliche Bevölkerung beim Aufbau einer rentablen und nachhaltigen Produktion von landwirtschaftlichen Produkten und Vieh zu unterstützen. Voraussetzung ist der gesicherte und gerechte Zugang zu Land und Ressourcen sowohl für Ackerbäuerinnen und -bauern als auch für ViehzüchterInnen. Die wiederkehrenden Dürren führen dazu, dass sich die ehemals ergänzenden Wirtschaftsweisen von Kleinbauern- und Viehzüchterfamilen zunehmend in die Quere kommen. Die  Bäuerinnen und Bauern halten aufgrund des steigenden Drucks auf die natürlichen Ressourcen die Durchzugswege für das Vieh nicht mehr frei und eignen sich immer mehr Land an, das bisher für die Tiere reserviert war. Dadurch sind die ViehzüchterInnen gezwungen, ihr Vieh über Ackerflächen zu treiben.

    In dieser oftmals konfliktbehafteten Situation sind insbesondere der Zugang zu gesichertem Weideland und die Schaffung von Durchgangskorridoren für Viehherden ein wichtiges Ziel der HEKS-Arbeit in Niger: HEKS finanziert die Verhandlungen zwischen Ackerbauern- und Viehzüchterfamilen zur Bestimmung von klar markierten Korridoren und Weideland für Viehherden. Dazu gehört auch die Stärkung der dezentralen ländlichen Gemeindestrukturen.

    Weitere wichtige Arbeitsschwerpunkte sind Trinkwasserversorgung und Hygiene, bewässerter Gemüseanbau während der Trockenzeit, Anbau, Verarbeitung und Vermarktung von Moringa, Gewinnung von Acker- und Weideland durch Wiederbelebung der Böden und Massnahmen gegen Erosion sowie Wiederaufbau, Schutz und nachhaltige Bewirtschaftung von bedrohten Ressourcen wie zum Beispiel der Doum-Palme.

    Während Dürreperioden und Hungerkrisen, von denen die Menschen in den Projektgebieten immer wieder heimgesucht werden, leistet HEKS humanitäre Hilfe.  

  • HEKS-Nummer: 375.600
  • Programmsumme 2016:   CHF 1 761 000.-
Kontakt:
HEKS, Seminarstrasse 28, Postfach, CH-8042 Zürich, Telefon +41 (0)44 360 88 00, info@heks.ch | Spendenkonto 80-1115-1